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Dr.med. Christina Strobl

Fachärztin für Allgemeinmedizin
Lehrbeauftragte der
Ludwig-Maximilians-Universität München

Leistungen A-Z

A

War früher Hauptbestandteil der medizinischen Behandlung; abgeleitet aus der "Vier-Säfte-Lehre"(Humoralpathologie), begründet durch "Vater der Heilkunde" Hippokrates von Kos (ca. 460-377 v. Chr.), vollendet durch den Leibarzt Kaiser Marc Aurels Claudius Galenus (ca.129-ca.200 n. Chr.): Ursache der Krankheit ist ein gestörtes Gleichgewicht (Dyskrasie), Therapie der Krankheit die Wiederherstellung des Gleichgewichts der vier Körpersäfte Blut, Schleim, schwarze und gelbe Galle. Hieraus begründete man vier Grundtypen (Temperamente) des Menschen: Sanguiniker (wallendes Blut überwiegt), Phlegmatiker (zäher Schleim überwiegt), Choleriker (gelbe Galle überwiegt) und Melancholiker (schwarze Galle überwiegt).

Diese Theorie war Basis der mittelalterlichen Medizin und wurde bis ins 18. Jahrhundert praktiziert. Hauptmittel des "Säfteausgleichs" war der Aderlass: Bei Krankheiten mit zuviel Blut (Bluthochdruck, Schlaganfall, fälschlich auch Fehlgeburt) und zur Wiederherstellung der rechten Menge an gutem Blut muss schlechtes Blut entlassen werden. Geschieht dies nicht ausreichend auf natürlichem Weg (Bluterbrechen, Nasenbluten, Hämorrhoiden, Menstruation) erfolge der Aderlass. Hildegard von Bingen (1098-1179) empfahl dafür den Aderlass am 1. bis 6. Tag nach Vollmond. Geschah der Aderlass zu häufig und regelmäßig, konnten sich die Beschwerden jedoch verstärken. Daher war diese Therapie ab dem 18. Jahrhundert umstritten und galt als Geldschneiderei.

Heute praktiziert man zwei Arten des Aderlasses, den Volumenaderlass zur Blutdrucksenkung, bei Herzinfarkt, Schlaganfall oder Migräne und den Stoffwechseladerlass bei ausleitenden Verfahren zur Entgiftung und Regulationsförderung. Pro Behandlung werden zwischen 100 und 250 ml Blut entnommen und ggf. durch Elektrolytlösung ersetzt.

Die Jahrtausende alte chinesische Lehre von der Akupunktur geht davon aus, dass Energie in bestimmten Bahnen (Meridianen) durch den Körper fließt. Diese Energie trifft an über 700 Punkten an die Hautoberfläche. Wird nun der Energiefluss gestört, z.B. durch Umwelteinflüsse wie Kälte, Wärme, Zugluft oder falsche Ernährung, seelische Belastungen und Überanstrengung, können Krankheiten und Schmerzzustände entstehen. Durch die zwölf Hauptmeridiane, die nach der chinesischen Medizin bestimmten Organen oder Funktionen zugeordnet sind, fließt ununterbrochen ein gewisses Maß an Lebensenergie (Qi). Sechs Meridiane verlaufen von oben nach unten und verkörpern das männliche Prinzip (Yang), sechs von unten nach oben, welche das weibliche Prinzip (Yin) verkörpern. Für die chinesische Medizin sind Yin und Yang die Urprinzipien des Lebens, welches nur dann gesund existiert, wenn sich beide Kräfte im harmonischen Gleichgewicht befinden. Die Akupunktur hilft nun, diese Balance im Energiefluss wiederherzustellen.

Die Akupunktur wirkt durch die Bildung körpereigener morphinartiger Substanzen (Endorphine) und Nerven-Überträger-Substanzen (Neurotransmitter), welche den Schmerz lindern und die Psyche entspannen, durch Aktivierung von Mechanismen zur Schmerzkontrolle im Stammhirn (Gate Control Theory), durch die Reflexwirkung und Beeinflussung von Organen mittels Reizung der ihnen zugeordneten Akupunkturpunkte auf der Haut. Die Akupunktur ist ein rasch wirkendes Mittel zur Schmerzlinderung, wirkt psychovegetativ entspannend, stimuliert das Immunsystem und aktiviert die Selbstheilungskräfte des Organismus sowie die Motorik, z.B. bei Lähmungen. Akupunktur gibt es neben der klassischen Körperakupunktur noch in Form von Ohrakupunktur, Mundakupunktur und Schädelakupunktur. Bei richtiger Durchführung gibt es keine Nebenwirkungen.

Akupunktur kann nur heilen, was gestört, nicht aber was zerstört ist. Die wichtigsten Anwendungsbereiche sind Kopf- und Zahnschmerzen, Trigeminusneuralgien, Ischialgie, Lähmungen nach Schlaganfall, Schmerzen am Bewegungsapparat, rheumatische Erkrankungen, orthopädische Krankheitsbilder, gynäkologische und urologische Beschwerden, Neuralgien, Allergien, akute Bronchitis, Migräne, Asthma bronchiale, Erkältungskrankheiten, akute und chron. Magen-Darm-Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychovegetative Störungen. Die wichtigsten Kontraindikationen für die Akupunktur sind schwere psychiatrische Erkrankungen, hochinfektiöse, fieberhafte Erkrankungen, Krebsleiden (außer zur Schmerztherapie) und ggf. Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten sowie mit Einschränkungen Schwangerschaft, schwere Hautveränderungen oder Hautkrankheiten.

Wir führen unsere Praxis als Terminpraxis, das heißt, dass Sie grundsätzlich einen Termin für die Sprechstunde bei der Ärztin benötigen. Für kurzfristig auftretende, akute Erkrankungen, Anlässe und Probleme, die eine Beratung erfordern, halten wir werktäglich mehrere Termine vormittags und nachmittags für Sie frei. Diese Termine können Sie ab 7.45 Uhr noch für den gleichen Tag abrufen. Bitte rufen Sie uns daher möglichst frühzeitig unter 089-3150034 an, denn diese Termine sind naturgemäß schnell vergriffen.

Aufbauspritzen und -infusionen werden eingesetzt bei Vitaminmangel, Mineralstoffmangel, degenerativen Knochen und Gelenkerkrankungen, akuten und chronischen Leberparenchymerkrankungen, peripheren Durchblutungsstörungen, Neuropathien, Schwindelzuständen, Herpes zoster (Gürtelrose), Anämien, starken Blutverlusten, Aufbau, Stärkung und Regeneration des Gesamtorganismus (z.B. nach Operationen, Chemotherapie, Kachexie), Rekonvaleszenz (nach schwerer und längerer Erkrankung), Stärkung des Immunsystems, Alkoholabusus, Magen-/Darmresektion oder als Anti-Aging-Maßnahme, chron. Erschöpfung oder Stress.

Bei dieser Vitamin- und Mineralstofftherapie werden je nach Grunderkrankung fehlende Vitamine und/oder Mineralstoffe ergänzt und in therapeutischer Dosis in den Gesäßmuskel appliziert oder in eine Vene geleitet. Substituiert werden Vitaminkomplexe, vor allem Vitamin B1, B6 und Vitamin B12, die C-Vitamine und Mineralstoffe, wie Kalzium, Magnesium, Kalium u.v.a.m.

Empfehlenswert sind Aufbauspritzen natürlich für alle Personen, die ihr Immunsystem stärken wollen, z.B. vor der Herbst-Winter-Saison. Besonders empfehlenswert jedoch sind die Injektionen für Patientinnen und Patienten über 60 Jahren, vor allem chronisch Kranke. Die Therapie mit Vitaminen und Aufbaustoffen wird zweimal jährlich (im Frühjahr und im Herbst) mit 20 Injektionen durchgeführt. Bei stärkeren Schwächezuständen ist auch eine sogenannte "Biologische Aufbaukur" mittels Infusionen möglich. Die Injektionen erfolgen im allgemeinen 1 - 3 mal wöchentlich in einem Zeitraum von 6 - 8 Wochen. Nach einer Pause kann eine weitere Injektionsserie folgen. Für eine allgemeine und dauerhafte Stärkung und Regeneration sollte die Therapie im Frühjahr und Herbst jedes Jahres wiederholt werden. Dies ist besonders für ältere Patienten empfehlenswert, die in Ballungsräumen leben und Kontakt mit einem großen Personenkreis haben (Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln!).

B

Theoretische Einführung siehe auch unter EKG.
Beim Belastungs-EKG (Ergometrie) wird ein Elektrokardiogramm (EKG) unter körperlicher Belastung geschrieben. Ein EKG zeichnet die elektrischen Herzaktionen, die sog. Herzerregung, auf und gibt sie als Kurven wieder. Diese Untersuchung fordert zwingend folgende Basisvoraussetzungen: Anwesenheit eines Arztes in der Praxis, Durchführung durch eine qualifizierte Hilfskraft (Krankenschwester, MTA, medizinische Fachangestellte), Notfallausrüstung für Reanimationsmaßnahmen, Defibrillator, zweijährlich gewartetes und kalibriertes Ergometer, Führen eines Gerätebuchs, standardisierte Durchführung und Auswertung, Dokumentation u.v.a.m.

Das Belastungs-EKG wird prinzipiell wie ein Ruhe-EKG, jedoch unter körperlicher Aktivität durchgeführt. Dazu wird in unserer Praxis ein stationäres Fahrrad verwendet und die Arbeitsleistung in Watt (W) gemessen. Hierbei entsprechen 25-50 W dem normalen Gehen, 75-100 W zügigem Gehen, Treppensteigen, langsamen Radfahren und Schwimmen, 150 W Joggen oder schnellem Radfahren. Die Aufzeichnung des Belastungs-EKG dient nun zur Aufzeichnung von Veränderungen der Herz- und Kreislauffunktion und zur Erstellung der Diagnosen z.B. von koronaren Herzkrankheiten, Belastungshypertonie, Herzrhythmusstörungen unter körperlicher Belastung, Beurteilung der medikamentösen Therapien und der Beurteilung der Belastbarkeit nach Herzinfarkt und Herzoperationen, z.B. im Hinblick auf die Teilnahme am Koronarsport, aber natürlich auch bei sportmedizinischen Untersuchungen, wie z.B. die Tauchtauglichkeit.

Im Vorfeld des Belastungs-EKG ist zu beachten, dass bei akutem Herzinfarkt, instabiler Angina pectoris, Ruhe-Blutdruck von 220/100 mm Hg, frischer Thrombose oder Embolie oder klinisch manifestiertem Herzfehler (z.B. Aortenklappenstenose) keine Ergometrie durchgeführt werden kann bzw. die Ergometrie bei Auftreten von Angina pectoris, neuen EKG-Veränderungen, Rhythmusstörungen, Blutdruckerhöhung auf mehr als systolisch 240 mm Hg oder diastolisch 120 mm Hg, fehlendem Blutdruckanstieg unter Belastung, Blutdruckabfall, Atemnot, Blässe, Schwindel, muskuläre Erschöpfung oder dem Erreichen der maximalen Herzfrequenz (220 minus Lebensalter) sofort abgebrochen werden muss.

Palliativmedizin oder Home Care stehen für die Betreuung Schwerstkranker und Sterbender im häuslichen Umfeld. Unter "lindernder Medizin" (Palliativmedizin) versteht man die Behandlung von Patienten mit einer unheilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung unter dem Motto "ambulant vor stationär" bzw. "Leiden lindern, wo Heilung unmöglich".

Das lat. "pallium" war einst der Mantel der altrömischen Philosophen: Um den unheilbar Kranken wird sozusagen ein schützender Mantel gelegt, körperliche und seelische Beschwerden in der letzten Lebensphase gelindert, der Patient und die Angehörigen begleitet. Nur in einer absoluten Ausnahmesituation wird der Patient ins Krankenhaus eingewiesen, die Behandlung soll kontinuierlich daheim erfolgen. Enterale Ernährung, Schmerztherapie, ambulante Krankenpflege und Sterbebegleitung sind Teile dieses Home Cares. Die medizinische Versorgung durch die Praxis erfolgt im Bedarfsfall unter Einbindung eines ambulanten Pflegedienstes, dem Patienten oder den Angehörigen wird dann eine Mobiltelefonnummer mitgeteilt, unter welcher die Ärztin erreichbar ist.

Nicht nur in der Ernährungsberatung sondern vor allem auch in der Intensivmedizin, auf der Notfallstation und im Operationssaal findet die Bio-Impedanz-Analyse Verwendung. Sie gilt als eine der genauesten und zugänglichsten Methoden zur Überprüfung von Körperfetten im Vergleich zu Körperwasser und Aktiver Zellmasse. Die Person wird zunächst gewogen und danach werden Daten wie Körpergröße, Alter (bzw. Altersgruppe), Geschlecht und Gewicht oder andere physische Merkmale wie z.B. Körpertyp in den Computer eingegeben. Während die Person liegt, werden am Handgelenk und Vorfuß Elektroden angebracht und ein schwaches elektrisches Signal durch den Körper geschickt. Einfach ausgedrückt: Die BIA misst die Impedanz oder den Widerstand, auf den das Signal auf seinem Weg durch den Körper stößt. Je mehr Muskeln eine Person hat, um so größer ist der Wassergehalt im Körper dieser Person. Und je größer der Wassergehalt im Körper einer Person ist, umso einfacher ist es für den Strom, durch den Körper hindurch zu fließen. Je größer der Fettgehalt ist, umso größer ist der Widerstand, auf den der Strom stößt.

Die BIA ist eine sichere und von Medizinern weltweit anerkannte Methode. Das verwendete elektrische Signal ist für den Menschen völlig ungefährlich und nicht spürbar. In der Therapie zur Gewichtsreduktion ist die BIA ein unverzichtbares Messverfahren, um Veränderungen im Körpergewicht zu Beginn und während der Reduktionsphase richtig zu interpretieren.

Wann wurde Ihr Blutdruckmessgerät das letzte Mal geeicht? Sind Sie sicher, dass der Wert, welchen Sie ablesen, auch der richtige Wert ist? In unserer Praxis werden Sie von unseren medizinischen Fachangestellten über richtiges Blutdruckmessen aufgeklärt und natürlich auch Ihr Blutdruck am geeichten Gerät gemessen. Im Gegensatz zu Privatpersonen sind wir nämlich (nicht nur durch unser Internes Medizinisches Qualitätsmanagement) verpflichtet, unsere Geräte alle zwei Jahre eichen oder kalibrieren zu lassen. Die Blutdruckmessung dient als Verlaufskontrolle bei Bluthochdruck unter medikamentöser Behandlung und als wichtiges diagnostisches Medium. In unserer "Hypertonieschulung" wird auf das richtige Messen u.a. ebenfalls eingegangen.

Der Blutzuckertest dient zur Vorsorgeuntersuchung und -diagnostik von Diabetes mellitus bzw. zur Verlaufskontrolle bei blutzuckerbeeinflussten Erkrankung und medizinischer Behandlung. Als "DMP Praxis" (Disease Management Programm Praxis) unterliegen wir strengen Auflagen, wie permanenten Schulungen, der aktiven Teilnahme an Qualitätszirkeln und standardisierter Behandlung. Und natürlich werden unsere selbstkalibrierenden Blutzucker-Testgeräte nach 40 Untersuchungen gegen ein Kontrollserum gegengelesen, damit Sie sich auf die Genauigkeit unserer Untersuchungen verlassen können.

D

Ab dem 55. Lebensjahr ist zusätzlich zur Stuhluntersuchung auf occultes Blut für Männer und Frauen eine Darmspiegelung (Koloskopie) zwei mal im Abstand von 10 Jahren möglich. Die Beratung hierzu wird in unserer Praxis durchgeführt. Ein zusätzlicher Stuhltest auf Tumormarker (M2PK) kann bebenfalls durchgeführt werden.

Als "DMP Diabetes Praxis" (Disease Management Programm Diabetes mellitus) bieten wir neben einer standardisierten Behandlung und der Zusammenarbeit mit einer internistischen Diabetes-Schwerpunktpraxis an.

Unter DMP versteht man die "Disease Management Programme" für chronisch Kranke, welche die Ärzteschaft und die Krankenkassen nach standardisierten Behandlungsmaßnahmen und Leitlinien durchführen. Momentan gibt es DMP-Programme für die Erkrankungen "Diabetes mellitus", "Brustkrebs", "Asthma und obstruktive Atemwegserkrankung (COPD)" und "koronare Herzerkrankung".
In unserer Praxis können Sie an den DMP „Diabetes mellitus“, „Koronare Herzerkrankung“, „Asthma“ und „COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung)“ teilnehmen.

E

Die Eigenblut-Therapie wird eingesetzt bei Immunschwäche, Rekonvaleszenz, Migräne, Allergien, Erschöpfung, akuten viralen und bakteriellen Infektionen, alten und chronischen Prozessen oder Neurodermitis. Sie ist eine Reiztherapie, bei der frisch entnommenes Venenblut direkt oder aufbereitet in die Muskulatur oder Haut zurückgespritzt wird. Diese Therapie basiert darauf, dass das eigene Blut im Gewebe vom Körper als "Fremdkörper" erkannt wird. Ein künstlich erzeugter "Bluterguss" in einem Muskel muss vom Körper abgebaut werden. Dieser Reiz aktiviert das Immunsystem. Damit erreicht man eine Reaktivierung verloren gegangener Abwehrfähigkeiten, auch gegen unbekannte Allergene und somit eine natürliche Selbstregulation und Heilung des Organismus. Um den Effekt zu steigern, kann das entnommene Blut angereichert werden, zum Beispiel mit Thymusextrakt, homöopatischen Mitteln oder Vitaminzusätzen.

Aus der Vene werden 1 - 2 ml Vollblut entnommen und sofort bzw. nachdem es mit zugegebenen Wirkstoffen angereichert wurde in einen Muskel (meist der M. glutaeus maximus, d.h. in die Gesäßmuskulatur) oder in die Haut zurück injiziert. Die Injektionen erfolgen im allgemeinen 1 - 3 mal pro Woche in einem Zeitraum von 6 - 8 Wochen. Nach einer Pause kann eine weitere Injektionsserie folgen. Als erwünschte Nebenwirkungen (Reizantwort) können vorübergehende Erhöhung der Körpertemperatur und/oder Hautrötung/Entzündungszeichen an der Injektionsstelle auftreten. Auch verstärktes Krankheitsgefühl und Müdigkeit sind möglich. Für eine allgemeine Stärkung und Regeneration bietet es sich an, die Therapie im Frühjahr und im Herbst zu wiederholen.

Auch für Urlaub, Freizeit und Sport gilt es, individuelle Gesundheitsrisiken zu erkennen und ggf. präventiv tätig zu werden. Daher bieten wir Eignungsuntersuchungen und Beratungen für den Besuch des Kindergartens, der Schul- und Berufsausbildung, für Berufseignung, für Urlaubsreisen, Flugtauglichkeit, Tauchsport, Vereinsport oder andere Sportarten an. Die Eignungsuntersuchung auf Tauchtauglichkeit z.B. wird nach den Richtlinien der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e.V. (GTÜM) durchgeführt und beinhaltet die Anamnese bezüglich Lungen-, Herz- und HNO-Erkrankungen, eine körperliche Untersuchung, ein Belastungs-EKG, eine Spirometrie (Lungenfunktionsprüfung) sowie Labortests.

Bei der Elektro-Kardiographie (EKG) werden die elektrischen Aktivitäten des Herzens abgeleitet und in Form von Kurven im Elektro-Kardiogramm (ebenfalls als EKG bezeichnet) aufgezeichnet. Im Herzen befindet sich ein spezielles Reizbildungs- und Reizleitungssystem. Hier entsteht die elektrische Erregung und breitet sich aus. Dadurch kommt es zur Kontraktion des Herzens und ermöglicht die Pumpfunktion. Mit jedem Schlag entsteht ein schwacher Strom mit einer Spannung von circa 1/1000 Volt. Diese Erregung hat ihren Ursprung im Sinusknoten, dem sog. "Schrittmacher" im rechten Vorhof des Herzens. Denn der Sinusknoten treibt das Herz mit einer bestimmten Frequenz an. Vom Sinusknoten gelangt der elektrische Impuls über die Muskulatur der beiden Vorhöfe zum AV-Knoten, der als Ventil für die Erregungsweiterleitung auf die Herzkammern fungiert. Und vom AV-Knoten breitet sich die Erregung dann über das Reizleitungssystem auf die Muskulatur der beiden Herzkammern aus. Diese Elektroimpulse werden nun mit Hilfe von Elektroden (Metallplättchen) unter Standardbedingungen abgeleitet: Die Elektroden werden dazu auf den Armen, Beinen und dem Brustkorb an genau definierten Punkten angebracht. Das EKG-Gerät zeichnet danach die EKG-Kurve, die sich hier ableiten lässt, auf.

Mit dem EKG erhält man Auskunft über den Herzrhythmus und die Herzfrequenz, Störungen der Erregungsbildung, -ausbreitung und -rückbildung und dem Lagetyp des Herzens im Brustkorb. Durch Veränderungen dieser EKG-Kurven können Herzinfarkt, Erkrankungen der Herzkranzgefäße. Überdosierung bestimmter Medikamente, Mineralstoffmangel oder -überfluss, Vorhofflimmern oder -flattern, zu langsamer Herzschlag (Bradykardien), Herzmuskel-Entzündung (Myokarditis), Herzinsuffizienz, Herzschwäche, Herzbeutel-Entzündung (Perikarditis) oder Störungen im Lungenkreislauf diagnostiziert werden.

Schon die Inkas legten Papaya und Ananasblätter auf eitrige, schwer heilende Wunden. Und bei Wurmerkrankungen und z.T. bei psychischen Problemen half ein Trank aus deren Extrakt. Sie benutzten unwissentlich die Enzyme dieser Pflanzen zur Heilung. Enzyme sind Eiweißmoleküle, die an allen biochemischen Prozessen im Körper als Biokatalysatoren beteiligt sind, d.h. sie ermöglichen und beschleunigen chemische Umsetzungen, ohne sich dabei zu verändern. Im Menschen gibt es circa 20.000 verschiedene Enzyme, rund 2.500 sind bereits identifiziert. Jedes Enzym hat eine bestimmte Aufgabe, Enzyme sind auch maßgeblich am Abwehrsystem des Körpers beteiligt. Bei Krankheiten brauchen wir mehr Enzyme als sonst. Früchte wie Ananas, Papaya, Feigen oder Kiwis enthalten besonders viele Enzyme: doch es reicht nicht, vermehrt solche Früchte zu essen! Die empfindlichen Enzyme werden nämlich durch die Magensäure schnell zerstört.

Um die Enzyme an die richtige Stelle des Organismus zu bringen, werden sie als Dragees eingenommen. Sie lösen sich nicht im Magen, sondern erst im Darm auf und gelangen über die Blutbahn zu ihrem Wirkungsort, wo sie etwa Krankheitserreger auf natürliche Art bekämpfen. Enzyme können u.a. eingesetzt werden zur Stärkung des Immunsystems, bei Rheuma und multipler Sklerose, bei Venen- und Gefäßleiden, bei Sportverletzungen, bei der Tumorbehandlung, bei Infektionen, bei Ödemen und Gewebsschwellungen, zur Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes, bei Atemwegserkrankungen, bei Magen-Darm-Erkrankungen, bei Urogenitalinfekten, bei gynäkologischen Erkrankungen, bei Erkrankungen und Verletzungen des gesamten Bewegungsapparates, vor und/oder nach operativen Eingriffen, bei Hauterkrankungen, bei Virusinfekten oder bei geriatrischen Erkrankungen. Nebenwirkungen sind sehr selten, auch bei der Anwendung von hohen Dosen. Selten kommt es zu allergischen Reaktionen, zu einer Änderung der Farbe und Beschaffenheit des Stuhles, zu Völlegefühl und Blähungen.

siehe unter Belastungs-EKG

Body Mass Index, Körperfettmessung, Waist to Hip Ratio, Fatburner - Schlagworte unseres modernen Selbst- und Körperbewusstseins. Doch Ernährungsberatung geht weit über individuelle Schönheit und Selbstwahrnehmung hinaus. Denn die Diätetik widmet sich vor allem auch Ernährungsproblemen und -möglichkeiten bei bestimmten Erkrankungen, z.B. bei Asthma, Gicht, Multipler Sklerose, Gastritis, Rheuma, Diabetes, Nahrungsmittelallergien, Hypertonie, koronarer Herzkrankheit, Krebs, Pankreatitis, Leber-/Gallen-Erkrankungen, Morbus Crohn, Zöliakie, Essstörungen u.v.a.m.
Schwerpunkt der Ernährungsberatung in unserer Praxis ist die Gewichtsreduktion, da sich Übergewicht zur „Volkskrankheit Nummer 1“ entwickelt. Obligater Bestandteil der Beratung zur Gewichtsreduktion ist die BIA-Messung.

G

Dient der Früherkennung von arteriellen und venösen Durchblutungsstörungen an den Beinen oder auch an den Halsschlagadern. Der Gefäßdoppler eignet sich als Vorsorgeuntersuchung bei Schlaganfallrisiko, Diabetes mellitus, Arteriosklerose, Fettstoffwechselstörungen und Krampfaderbeschwerden. Diese Methode ist schnell, schmerzfrei und ohne Nebenwirkungen durchführbar.

Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) trat am 01.01.2001 in Kraft. Es regelt u.a. im §42 die Tätigkeits- und Beschäftigungsverbote bzw. im §43 die Belehrung bzw. Bescheinigung des Gesundheitsamtes. Um zu verhindern, dass Personen, welche an bestimmten ansteckenden Krankheiten (wie Typhus, Cholera, Hepatitis, Shigellen, Salmonellen, E. coli usw.) erkrankt sind und mit Lebensmitteln in Berührung kommen, müssen Beschäftigte im Bereich Lebensmittel, Küche, Gastronomie etc. untersucht und belehrt werden. Die Erstbelehrung findet laut §43 IfSG im Gesundheitsamt bzw. durch "einen vom Gesundheitsamt beauftragten Arzt" statt. Unsere Praxis ist vom Landratsamt München ermächtigt, diese Erstbelehrung durchzuführen.

Die Gesundheitsuntersuchung fällt in den Bereich der Früherkennung. Die gesetzlichen Krankenkassen bieten sog. Früherkennungsuntersuchungen an, damit Erkrankungen in einem möglichst frühen Stadium erkannt und behandelt werden können. Am bekanntesten ist die Früherkennungsuntersuchung bei Schwangeren, Neugeborenen und Kindern.

Bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres haben Kinder Anspruch auf 9 entsprechende Untersuchungen (U1 bis U9), zwischen dem 12. und 15. Lebensjahr auf eine weitere Untersuchung, die "Jugend-Gesundheitsuntersuchung" (J1) zur Früherkennung von Krankheiten, welche die körperliche oder geistige Entwicklung gefährden können. In unserer Praxis werden diese Untersuchungen ab U7 durchgeführt.

Frauen und Männer haben Anspruch auf eine alljährliche Untersuchungen zur Früherkennung von bestimmten Krebserkrankungen, die sog. "Krebsvorsorge-Untersuchung". Diese Untersuchung ist fokussiert auf Krebs der Geschlechtsorgane, der Brust, der Haut und des Darmes. In unserer Praxis werden ausschließlich Krebsvorsorgeuntersuchungen bei Männern ab dem 45. Lebensjahr durchgeführt, da für die Untersuchung bei Frauen (bereits ab dem 20. Lebensjahr möglich) ein spezielles Ultraschallgerät zur Verfügung stehen sollte, welches nur in der Gynäkologie Verwendung findet.

Ab dem 35. Lebensjahr können alle Versicherten zweijährlich die Gesundheitsuntersuchung, den sog. "Check-up" durchführen lassen, welche der Früherkennung insbesondere von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Diabetes dient. In unserer Praxis wird diese Untersuchung für Frauen und Männer angeboten und ggf. durch weitere Untersuchungen ergänzt.

Selbstverständlich erstellen wir Gutachten und Atteste zur Vorlage beim Arbeitgeber, im Sportverein, in der Schule, Universität, Kindergarten oder fürs Gericht oder anderen Behörden und Ämter.

H

Sie wollen eine homöopathische Hausapotheke? Gerne helfen wir Ihnen bei der Auswahl der Medikamente, der Zusammenstellung, geben Tipps zur Lagerung und überprüfen ggf. auch die Haltbarkeit der Medikamente.

Hilfe zur Auswahl von Medikamenten, deren individuelle Zusammenstellung und Lagerung für die klassische Hausapotheke oder auch Reiseapotheke erhalten Sie gerne in unserer Praxis.

Selbstverständlich werden Sie durch die Ärztin zuhause besucht. Dies teilen wir bereits durch die Information "Hausärztliche Versorgung" auf unserem Praxisschild, auf der Homepage und im Praxis-Briefkopf mit. Wenden Sie sich bei (akuten) Erkrankungen oder im Falle des Home care (s.d.) telefonisch an unsere Praxis. Vor oder nach der Praxis-Sprechstunde kann dann der Hausbesuch erfolgen. In der Regel wird der Hausbesuch dann direkt mit der Ärztin telefonisch mit Ihnen abgestimmt und festgelegt. Ein "Sofortbesuch" ist wegen unserer speziellen Praxisstruktur (Terminpraxis) jedoch nur in Einzelfällen möglich. In einem lebensbedrohlichen Fall, bei dem sofort ein Notarzt-Besuch nötig ist, leiten wir Sie direkt an die Integrierte Rettungsleitstelle der Berufsfeuerwehr München unter der Nummer 112 weiter oder veranlassen den Notarzt-Einsatz selbst. Ein Notarzt ist dann innerhalb weniger Minuten bei Ihnen.

Sofern Sie dies wünschen, erhalten sie routinemäßig zweimal im Quartal im Abstand von sechs Wochen einen Hausbesuch durch unsere geschulte medizinische Fachangestellte, die Ihren Allgemeinzustand beurteilen kann, ggf. Ihre Rezepte mitbringt, den Blutdruck und Blutzucker misst, einen Verbandwechsel vornimmt oder Spritzen appliziert und Ihre Fragen beantworten kann. Die medizinische Fachangestellte kommt auch im Bedarfsfall zur Nüchtern-Blutabnahme zu unseren bettlägerigen oder gehbehinderten Patientinnen und Patienten. Zusätzliche Kosten entstehen Ihnen dadurch nicht - dies ist ein Serviceleistung unserer Praxis für unsere Patienten.

Wenn Sie diesen "Mitarbeiter-Hausbesuchs-Service" in Anspruch nehmen wollen, dann verständigen Sie uns bitte: Sie werden dann auf der MA-Hausbesuchsliste aufgenommen. Und wir überfallen Sie nicht! Einen Tag vor dem Besuch wird bei Ihnen telefonisch nachgefragt, ob Sie den aktuellen Besuch wünschen, wann sie erreichbar sind und mitgeteilt, wann ungefähr die Mitarbeiterin bei Ihnen vorsprechen wird.

Die Sonne ist so aktiv wie schon lange nicht mehr und dies wird die nächsten 20 Jahre auch so bleiben.

Alle fünf Jahre verdoppeln sich die Erkrankungen an Hautkrebs, das Sonnenbad wird zum Hochrisikofaktor! Die gesetzlichen Krankenkassen bieten in der Regel ab dem 35. Lebenjahr ein Hautkrebs-Screening beim Hausarzt oder beim Hautarzt (Dermatologen) an. Der Hausarzt muss hierfür eine zusätzliche Weiterbildung vorweisen. Ergibt sich ein auffälliger Befund, kann der Dermatologe für eine Zweitmeinung hinzugezogen werden.

Neben Sonnenschutzmitteln mit sehr hohem Lichtschutzfaktor könnte Sie auch die Dermatoskopie beruhigen: Dies ist die nichtinvasive Diagnostik zu Erkennung von Hauttumoren, vor allem von Melanomen durch die sog. "Auflichtmikroskopie". Denn bereits hierdurch kann man Anhaltspunkte zur Beurteilung von "gutartig" und "bösartig" finden, noch bevor das fragliche Zellgebiet der Haut chirurgisch entnommen wird. Diese Untersuchung kann in unserer Praxis durchgeführt werden und ggf. ein verdächtiger Tumor hier entfernt bzw. Sie zum Hautarzt überwiesen.

"Was die Augen für die äußere Welt sind, das ist Fasten für die innere", sagt Mahatma Gandhi (1869-1948). Schon Hippokrates setzte Fasten ein, die alten Römer und die Araber wendeten Fasten als Medizin an und Avicenna und Paracelsus verschrieben Fastenkuren. Den Begriff "Heilfasten" prägte Dr. med. Otto Buchinger (1878-1966) als er, als Marinearzt des deutschen Kaiserreichs, schwer an Gelenksrheumatismus erkrankte und er als "Krüppel" keinerlei Zukunft als Arzt mehr sah. Durch gezieltes Fasten konnte er seine Krankheit überwinden, völlig gesunden und als Arzt weiter praktizieren.

Das Heilfasten mobilisiert die körpereigenen Abwehrkräfte und führt zu einem kräftigen Energieschwung, entschlackt, entgiftet und regeneriert Körper und Seele. Auch die Tiere nehmen keine Nahrung zu sich, wenn sie erkrankt sind. Und der Mensch leidet ebenfalls unter Appetitlosigkeit, wenn er sich krank fühlt.

Heilfasten senkt den Blutdruck, entlastet Blutkreislauf und Herz, entwässert den Körper und erleichtert das Atmen. Eine Fastenperiode dauert 14 bis 21 Tage, manchmal sogar länger. Behandelt werden dadurch Rheuma, Typ-2-Diabetes, Hypertonie, Fettleber, Gallenblasenleiden, Übergewicht, Neurodermitis, Nahrungsmittelallergie, Migräne, Gicht, leichtgradige Depression u.v.a.m. Nicht fasten sollten Schwangere und Stillende, Bluter, Kinder unter 10 Jahren, Menschen mit Schilddrüsenüberfunktion, mit Durchblutungsstörungen des Gehirns, Typ-1-Diabetiker und Krebskranke.

Die Selbstmedikation ist so alt wie die Menschheit selbst, schon der Urmensch behandelte sich zu erst einmal selbst. Und als es noch kein flächendeckendes Gesundheitssystem mit Ärzten, Apotheken und Kliniken gab, mussten sich die Menschen selbst kurieren: die "Hausmittel" teilweise kursieren heute noch, manchmal zu Recht, oft zu unrecht.

Heute kann der Patient aus den 23.000 Arzneimitteln auf mehr als 5.000 rezeptfreie Medikamente zugreifen. Doch auch hier gibt es Risiken und Nebenwirkungen. Arzneimittel sind keine Fruchtbonbons, daher sind die meisten rezeptpflichtig. Der Arzt entscheidet sich ganz bewusst für ein Medikament und wägt die Nebenwirkungen bzw. die Unverträglichkeit mit anderen Arzneien ab. Entschließen Sie sich zur Selbstmedikation, treffen Sie diese Entscheidung! Übrigens: Auch Naturheilmittel und Homöopathica sind nicht immer unbedenklich.

Natürlich möchte man nicht wegen jedes Wehwehchens zum Arzt. Banale Erkrankungen, wie Verdauungsbeschwerden nach einer üppigen Mahlzeit, Kopfschmerzen bei einer Erkältung, kann man getrost selbst behandeln. Doch steckt vielleicht ein Magengeschwür hinter dem Sodbrennen und Druckgefühl im Bauch, vielleicht sogar ein Herzinfarkt. Magensäurebinder sind hier dann völlig ungeeignet, ja sogar lebensgefährlich. Je früher eine Krankheit erkannt wird, umso höher die Heilungschancen. Das sollte die Maxime bei der Selbstmedikation sein. Vorsicht also bei Erkrankungen, die länger anhalten, bei Kindern, Schwangeren und Stillenden. Bekämpfen Sie die Erkrankung möglichst mit einem einzigen Medikament und nicht länger als drei bis vier Tage. Erfolgt keine Besserung, müssen Sie unbedingt den Arzt aufsuchen. In unserer Praxis können Sie sich telefonischen Rat bei der Selbstmedikation holen bzw. die Hausapotheke (s.d.) zusammenstellen lassen.

siehe unter Betreuung Schwerstkranker und Sterbender daheim.

I

Unter Immun-Modulation versteht man die Stärkung des Organismus und den Aufbau eines schlagkräftigen Immunsystems. Dazu können folgende Therapien einzeln oder kombiniert eingesetzt werden: Eigenblut-Therapie, Thymus-Therapie, Mistel-Therapie, Vitamin- und Mineralstoff-Therapie, orthomolekulare Medizin und Eigenurin-Therapie.

Ab dem Moment der Geburt dringen Millionen Krankheitserreger auf den Menschen ein: Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten. Vor diesen Angriffen ist niemand geschützt. Manche dieser Krankheitserreger sind so gefährlich, dass ein geschwächter, vor allem aber ungeschützter Körper in wenigen Stunden, ja Minuten, sterben würde. Dass wir dennoch überleben und relativ selten krank werden, verdanken wir unserem körpereigenen und sehr individuellen Immunsystem. Denn gegen die Armee der Angreifer stehen unsere körpereigenen Verteidiger.

Sie können nun ihr Immunsystem direkt oder indirekt stärken. Direkte Stärkung erfolgt durch Thymusextrakte, da diese Drüse als "primäres Immunitätsorgan" fungiert, ab der Pubertät jedoch verfettet und schließlich im Alter seine Funktion einstellt. Indirekt stärkt man das Immunsystem mit Informationen (Eigenblut, Eigenurin) oder Aufbauhilfen (Mistelextrakt, Vitamine und Mineralstoffe) sowie einer generell gesunden Lebensführung.

Man unterscheidet eine aktive von der passiven Immunisierung. Bei der aktiven Immunisierung wird der Körper dazu gebracht, eigene Antikörper zu bilden. Dazu werden Antigene in den Muskel injiziert. Diese bestehen entweder aus lebenden Antigenen, in der Regel abgeschwächte Viren, wie im Impfstoff gegen Masern, Mumps, Röteln, Kinderlähmung aus chemisch oder durch Wärme abgetöteten, inaktivierten Antigenen, beim Impfstoff gegen Grippe, Cholera, Kinderlähmung aus Stoffen (Anatoxine, Toxoide) von krankheitserregenden Mikroorganismen, denen das Gift entzogen wurde, die immunisierende Wirkung jedoch verblieb, wie bei der Impfung gegen Diphtherie und Tetanus (Wundstarrkrampf) nur aus bestimmten Teilen des Erregers (azelluläre Impfstoffe), wie beim Impfstoff gegen Keuchhusten aus gentechnisch gewonnenen Impfstoffen, wie beim Impfstoff gegen Hepatitis B aus konjugierten Impfstoffen, d.h. ein Teil des Erregers wird an ein Eiweiß gebunden und bewirkt eine stärkere Immunreaktion, wie beim Impfstoff gegen Haemophilus influenzae b aus Impfstoffkombinationen, einer Mischung verschiedener Impfungen, wie z.B. der 6-fach-Impfstoff gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Haemophilus influenzae b, Poliomyelitis und Hepatitis B.

Impfen kann man gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung), Hepatitis A und B ("Gelbsucht"), Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf), Pertussis (Keuchhusten), Masern, Mumps, Röteln, Haemophilus B, Tuberkulose, Virusgrippe, Pneumokokken, Frühsommer-Meningokokken-Enzephalitis (FSME "Zecken"), Typhus, Gelbfieber, Meningokokken-Meningitis und Varizellen ("Windpocken"). Impfungen werden grundsätzlich in die Muskulatur appliziert, um den höchsten Wirkungsgrad zu erreichen. Von der Injektion in den Gesäßmuskel kam man nach Untersuchungen über die Wirksamkeit von Applikationsorten völlig (außer bei Kleinkindern) ab. Es können Nebenwirkungen, wie Schwellung, Rötung, Schmerz an der Einstichstelle, selten Fieber auftreten, je nach verwendetem Impfstoff. Bleibende Impfschäden sind sehr, sehr selten. Kontraindikation für eine Impfung ist eine akute Krankheit, mögliche Allergien auf den Impfstoff, Immunstörungen oder Schwangerschaft. Keine Probleme mit der Impfung gibt es bei leichteren Krankheiten (Husten, Schnupfen), Allergien (außer auf den Impfstoff, s.o.), Asthma, Behandlung mit Antibiotika, niedrig dosierte oder lokale Kortikoidbehandlung, Dermatosen (Hautkrankheiten) und Ekzeme, chron. Herz-, Lungen-, Leber- oder Nierenbeschwerden, nicht fortschreitende neurolog. Störungen, Down-Syndrom, Ikterus (Gelbfärbung) bei Neugeborenen, Frühgeburt oder Mangelgeburt, Untergewicht oder Stillen (für Mutter und Kind).

Impfkosten werden nicht immer von den gesetzlichen Kassen übernommen (z.B. Reiseimpfung). Informationen dazu erhalten Sie in unserer Praxis.
Die Kosten für gesetzlich vorgeschriebenen Impfungen (Stiko) werden von den Krankenkassen übernommen, Reiseimpfungen können seit dem 1. Juli 2007 als freiwillige, zusätzliche Leistung von der Krankenkasse angeboten werden. Informationen hierzu erhalten Sie direkt in unserer Praxis.

Unter Infusionstherapie versteht man das direkte Einleiten von Flüssigkeit in den Körper (oder Blutkreislauf) über eine Vene. Die Flüssigkeit kann bereits das Medikament sein oder als Trägersubstanz dafür dienen. Je nach Zusammensetzung und Menge dauert eine Infusion zwischen 15 und 60 Minuten. Am bekanntesten ist die Infusion in der Notfallmedizin und Intensivmedizin. Über einen venösen Zugang (die Punktionsstelle, an der eine Venenverweilkanüle in die Blutader eingeführt wird) werden Flüssigkeit, Nährstoffe, Medikamente oder Vollblut- bzw. Blutprodukte unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes dem Körper zugeführt. Das bedeutet eine schnellere Aufnahme und Wirkung dieser Stoffe. Bekannt ist auch die Infusionstherapie beim Tinnitus (Hörsturz) und Knalltrauma. Die Infusion verbessert die Versorgung des Hörorgans mit notwendigen Versorgungsstoffen.

Nach der Stauung wird entweder in der Ellenbeuge, am Unterarm oder am Handrücken eine Kanüle in die Vene eingebracht. An diese wird die vorbereitete Infusion angeschlossen und deren Tropfgeschwindigkeit eingestellt. Von da an läuft alles von selbst! Eine Infusionstherapie ist dann angeraten, wenn der Effekt schnell sein soll, also im Akutstadium oder die Wirkung von Medikamenten über den Verdauungstrakt erfolglos ist. Das kann sein bei peripherer und zentraler Durchblutungsstörung, altersbedingten Gedächtnisstörungen, starken Schmerzen Infektionskrankheiten, schlechtem Allgemeinzustand (nach OP, Mangelernährung, schwerer Krankheit), zur Immunstimulation, zum Ersatz von Nahrungsstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und Mineralstoffen, der Aufbautherapie, der Parkinson-Erkrankung, bei Schwindel, Depressionen oder Demenz.

Die Anzahl der Sitzungen hängt von der Grunderkrankung und dem Therapieziel ab. Beim Hörsturz sind es beispielsweise mindestens zehn Sitzungen, bei einer Aufbautherapie kann der Effekt bereits nach fünf Sitzungen eintreten. Unsere Praxis bietet diese Therapien an. Sie erfolgen unter ärztlicher Durchführung und Aufsicht und werden durch das geschulte Praxispersonal überwacht. Je nach Erkrankung und Befund übernehmen die gesetzlichen Kassen die Behandlung ganz oder teilweise oder auf Kulanzbasis. Ohne krankheitsspezifische Indikation fällt jedoch für die Krankenkasse auch die Infusionstherapie in die Rubrik alternative Heilverfahren und ist damit eine Selbstzahlerleistung.

J

Siehe auch unter Gesundheitsuntersuchung. Die Praxis Dr. Christina Strobl führt die Jugend-Gesundheitsuntersuchung (U10/J1) durch. Diese Untersuchung wurde für Jugendliche im Alter zwischen 13 und 15 Jahren eingeführt, da in der Pubertät der Körper zahlreiche Veränderungen erfährt. Neben einer differenzierten Anamnese und eingehender klinisch-körperlichen Untersuchung und dem Überprüfen des Impfstatus (viele Impfungen sind für Jugendliche noch kostenlos!), liegt ein Hauptaugenmerk auch auf der seelischen Entwicklung, auf Suchtverhalten (Rauchen, Alkohol, Drogen), Sexualität oder chronischen Erkrankungen.

K

Siehe auch unter Gesundheitsuntersuchung. Die Untersuchungen U7 bis U9 können in unserer Praxis durchgeführt werden.

Als kleine Chirurgie bezeichnet man kleinere Eingriffe an der Hautoberfläche, wie die Entfernung von verdächtigen Leberflecken oder anderen Hautgebilden, die Versorgung von Wunden und Verletzungen mittels Hautnaht oder Kleber und die Behandlung von chronischen Wunden oder Wundheilungsstörungen, zum Beispiel nach Verbrennungen. In unserem OP werden diese Eingriffe durchgeführt.

Die Praxis Dr. Christina Strobl betreut an der vhs Oberschleißheim die Koronaren Herzsportgruppen. Patientinnen und Patienten können hier nach akutem Herzgeschehen (Infarkt, Bypass-OP, Herzrhythmusstörungen) unter ärztlicher Aufsicht vor Ort und unter Anleitung speziell geschulter Übungsleiter wieder mobilisiert werden und ihre körperliche Leistungsfähigkeit steigern. Die Kosten hierfür werden im Rahmen der Rehabilitierung ("Reha-Sport") für einen gewissen Zeitraum von den Krankenkassen übernommen.

Nach erfolgter Rehabilitation kann man dann in die Nachsorgegruppe wechseln, die ebenso ärztlich geführt und durch telefonische Rufbereitschaft begleitet wird. Die Freie Gruppe schließt sich dann an die Nachsorgegruppe an. Auch hier stehen alle Ressourcen zur Verfügung. Dieses Angebot richtet sich nicht nur an Herzerkrankte, sondern an alle chronisch Kranken, wie Asthmatiker, Diabetiker, Lungenkranke, Übergewichtige usw., die ihre körperliche Leistungsfähigkeit kontrolliert verbessern wollen.

Siehe auch unter Gesundheitsuntersuchung. Männer über 45 Jahre können jährlich eine Krebsvorsorgeuntersuchung in unserer Praxis durchführen lassen.
Sie beinhaltet je nach Altersgruppe unter anderem eine rektale Abtastung der Prostata, eine Untersuchung des Stuhls auf occultes Blut und eine Urin-Analyse.

L

Über das enge Laborspektrum, dessen Kosten die gesetzlichen Krankenkassen noch übernehmen, hinaus können zahlreiche weitere Laboranalysen über unsere Praxis veranlasst werden. Wir arbeiten hierbei mit dem Labor Becker, Olgemüller und Kollegen in München und dem Labor Ganzimmun in Mainz speziell für naturheilkundliche Analysen zusammen.

Siehe auch Blutdruckmessung.
Unsere Praxis bietet die Langzeit-Blutdruckmessung an. Hier wird der Blutdruck über einen Zeitraum von 24 Stunden tagsüber alle 15 Minuten, nachts alle 30 Minuten gemessen und aufgezeichnet. Es entsteht das sog. Tagesprofil. Damit kann z.B. das "Weißkittelsyndrom" ausgeschlossen werden, d.h. schon beim Betreten der Praxis erhöht sich Ihr Blutdruck durch den psychischen Stress, den der Arztbesuch bei Ihnen auslöst. Aber auch die Erfolgskontrolle einer medikamentösen Blutdruck-Therapie, bei Verdacht auf krisenhafte Blutdruckanstiege oder verändertem Tag-Nacht-Rhythmus ist die Langzeit-Blutdruckmessung angezeigt.

Bei dieser Untersuchung wird Ihnen frühmorgens das Gerät angelegt, das völlig automatisch arbeitet; die Gummimanschette am Oberarm bläst sich auf und entleert sich völlig eigenständig. Diese Untersuchung ist risikolos, Sie könnten sich jedoch durch das Gerät selbst gestört fühlen. Nach 24 Stunden wird das Gerät abgenommen und die Aufzeichnungen ausgewertet: Man erhält den 24-Stunden-, den Tages- und den Nachtmittelwert.

Hierbei werden die Akupunkturpunkte statt mit Nadeln mit einem Soft-Laserstrahl (Laser-Pen) stimuliert. Diese Methode ist völlig schmerzfrei und deswegen besonders gut zur Behandlung von Patienten mit ausgeprägten Schwächezuständen oder Nadelangst und Kindern geeignet.

Die Untersuchung zum Antrag auf Verlängerung des LKW-Führerscheins ab dem 50. Lebensjahr kann ebenfalls in unserer Praxis durchgeführt werden.

Beim Lungenfunktionstest (Spirometrie) wird das Lungenvolumen gemessen. Dabei zeigen sich eventuell auch Einschränkungen der Lungenfunktion, die z.B. durch Asthma oder Rauchen entstehen. Der Test findet nicht nur zur Erstdiagnose von Lungenerkrankungen (COPD/Asthma), sondern auch als Verlaufskontrolle bei der Therapie von Lungenerkrankungen und bei der Tauchertauglichkeitsuntersuchung Verwendung.

M

Die Mistel-Therapie gehört in den Bereich der Immun-Modulation (s.a. Infoblatt "Immun-Modulation"). Sie wird eingesetzt zum Aufbau sowie zur Stärkung und Regeneration des Immunsystems vor, während und nach einer Krebstherapie mit Chemotherapie, Bestrahlung und/oder Operation. Damit erreicht man eine Verbesserung der Lebensqualität und in seltenen Fällen einen Wachstumsstillstand oder gar den Tumorrückgang. Misteln (Viscum album) wachsen als Schmarotzerpflanzen an verschiedenen Bäumen. Schon bei den alten Kelten besaß die Mistel hohe Verehrung und magische Bedeutung. Dies berichtet der Naturforscher C. Plinius Secundus der Ältere (ca 24 - 79 n.Chr.), der als Befehlshaber der römischen Flotte zu Misenum beim Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 ums Leben kam, in einem der 37 Bücher seiner Naturalis historiae: Ein Trank aus dem Mistelzweig, die auf Eichen gefunden und von den keltischen Druiden zu einer ganz bestimmten Zeit nur mit einer goldenen Sichel geschnitten werden durfte, konnte demnach unfruchtbare Tiere wieder fruchtbar machen und wurde sogar als Gegenmittel bei Vergiftungen eingesetzt.

Nach heutigem Stand der Wissenschaft müssen Mistelextrakte als natürliche Vielstoffgemische angesehen werden. Neben Mistellektinen und ihren Bruchstücken finden sich auch Viscotoxine, Oligo- und Polysaccharide, Aminosäuren und Flavonoide. Mistellektine, Viscotoxine, Polysaccharide und Oligosaccharide wirken u.a. auf die B- und T-Zellen, Granulozyten, Monozyten und Makrophagen des Immunsystems und haben einen DNA-stabilisierenden Effekt.

Injiziert werden Extrakte aus Mistelzweigen unterschiedlicher Wirtsbäume nach Erfahrungswerten und in verschiedenen Konzentrationen je nach Grunderkrankung und individueller Reaktion des Patienten. Die Therapie mit Mistelextrakten wirkt durch Hemmung des bösartigen Zellwachstums ohne Beeinträchtigung gesunden Gewebes, Steigerung der körpereigenen Abwehr- und Ordnungskräfte (Immun-Modulation), Anregung der Wärmeregulation, Linderung tumorbedingter Schmerzen und Hebung von Allgemeinbefinden und Leistungsfähigkeit, auch unabhängig von der lokalen Tumorsituation. Diese Therapie wird angewandt gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis (nach Rudolf Steiner) zur Anregung von Form- und Integrationskräften zur Auflösung und Wiedereingliederung verselbständigter Wachstumsprozesse, z.B. bei bösartigen und gutartigen Geschwulstkrankheiten, bösartigen Erkrankungen und begleitenden Störungen der blutbildenden Organe, Anregung der Knochenmarkstätigkeit, Vorbeugung gegen Geschwulstrezidiven und definierten Präkanzerosen. Manche Kassen übernehmen auf Kulanzbasis eine Mistelkur bei Tumorerkankungen.

N

Unter Naturheilkunde versteht man die Theorie und Praxis aus Naturheilverfahren, Erfahrungsheilkunde und der ganzheitlichen Diagnostik. Naturheilverfahren sind medizinische Heilmethoden, die der Vorbeugung, Heilung oder Linderung von Krankheiten dienen. Sie sprechen die selbstregulativen Kräfte des Organismus an und sind, zumindest teilweise, "natürlichen Ursprungs". Als Erfahrungsheilkunde werden wirksame naturheilkundliche Verfahren bezeichnet, welche nicht mit den heute gültigen, wissenschaftlichen Methoden bewiesen werden konnten, da sie aus methodischen Gründen nicht statistisch-wissenschaftlich bewertet werden können.

Die Ganzheitsmedizin sieht den Patienten nicht nur isoliert in Organ- oder Geistesfunktionen, sondern im Kontext seines körperlichen, geistigen und seelischen Befindens sowie seiner psychosozialen Umwelt. Krankheit ist bei dieser Betrachtungsweise nicht allein ein pathophysiologischer Defekt, sondern unter Umständen ein für den Lebensweg des Patienten notwendiges Geschehen mit Symbol- und Signalcharakter. Daher geht es in der Ganzheitsmedizin konsequenterweise nicht allein um Beseitigung organischer oder psychischer Defekte, sondern um die Ursachenfindung und das Verständnis für diese symbolischen Botschaften. In der Naturheilkunde finden Methoden wie Ordnungstherapie, Hydrotherapie, Phytotherapie, ausleitende Verfahren, Akupunktur, Aufbauspritzen, Eigenblutinjektionen, Enzymtherapie, Immun-Modulation, Misteltherapie, Thymustherapie, Infusionstherapie, Neuraltherapie, orthomolekulare Medizin, Schröpfen oder die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ihre Anwendung.

Der Gegensatz zwischen Naturheilkunde und Schulmedizin existiert, seit es die Medizin gibt. Unterschiedliche Auffassungen von Krankheit und Heilung kennt man bereits in der klassischen Antike bei den Medizinerschulen von Kos und Knidos. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts schien sich die Waagschale im Streit der beiden Richtungen eindeutig zugunsten der Schulmedizin zu senken. Das war das Resultat der wissenschaftlich-theoretischen Paradigmen in der Tradition von Galilei, Descartes und Newton, die eine absolute Ausrichtung aller Wissenschaften - einschließlich Medizin, Soziologie und Philosophie - auf eine mechanistische Denkweise erzwangen. Immerhin hatten sie eindeutige Erfolge, wie Infektionsverhütung durch Hygiene und Desinfektion, Schmerzlosigkeit durch Anästhesie, spektakuläre chirurgische Verfahren usw.

Was ist besser? Diese Frage stellt sich eigentlich nicht. Die Frage lautet vielmehr, bei welcher Krankheit und welchem Patienten zu welchem Zeitpunkt Naturheilverfahren oder die Schulmedizin angebracht ist - gelegentlich kann es aus sinnvoll sein, das eine zu tun, ohne das andere zu lassen. Die Verfahren der Naturheilkunde werden von der Krankenkasse nicht oder nur in seltenen Einzelfällen übernommen.

Sie ist die gezielte Beeinflussung von örtlich begrenzten oder auch allgemeinen Störungen des Organismus unter Zuhilfenahme des vegetativen Nervensystems. Dabei werden periphere und/oder zentrale Strukturen des Vegetativums durch Lokalanästhetika reversibel blockiert. In dieser kurzzeitigen reversiblen (= umkehrbahren) Impulsunterbrechung des Vegetativums kann die Normalisierung der Membranfunktionen des Nervensystems im Injektionsgebiet erfolgen. Das Ziel ist die Normalisierung und Reharmonisierung der gestörten Regelkreise.

Lokalanästhetika, wie Procain oder Lidocain, haben zwar eine örtlich schmerzbefreiende Wirkung, werden jedoch in der Neuraltherapie wegen dieser Eigenschaften primär nicht eingesetzt. Interessant sind nämlich ihre weiteren Wirkqualitäten, der Einfluss auf die Strukturen den Vegetativums und die endoanästhetische Wirkung. Infiltrationen und Injektionen erfolgen entweder - oder am Schmerzpunkt (locus dolendi), am Segment, über zentrale Stellen des Vegetativums, intravasal und/oder an den Störfeldern.

Körpersegmente im Sinne der Segmentlehre sind miteinander verschaltete Organbereiche einer Ebene, die sich über die Haut beeinflussen lassen. Als Störfelder werden chronische, meist abakterielle, meist lange Zeit symptomlose Entzündungen, die den Gesamtorganismus energetisch belasten, bezeichnet. Auffällig häufig sind es Narben, die Störfeldcharakter gewinnen können, besonders am Kopf, und auffallend häufig finden sich Störfelder, d.h. umschriebene chronische Entzündungen, im Zahn-Kiefer-Bereich und in den Nasennebenhöhlen. Grundsätzlich aber können Störfelder an jeder Körperstelle vorkommen.

Die häufigsten Erkrankungen durch Störfelder sind Migräne, Tinnitus, Trigeminus-Neuralgie, chronische Sinusitis, Bronchialasthma, Allergien, Schilddrüsenfehlfunktionen, Herzrhythmusstörungen, chronische Prostatitis, Zyklusstörungen, chronische Darmentzündungen, orthopädisch-rheumatische Erkrankungen, Durchblutungsstörungen, vegetative Regulationsstörungen und Tumorleiden.

Unter „nüchtern“ versteht man in diesem Zusammenhang 10 bis 12 Stunden vor einer Untersuchung oder einem Eingriff nicht zu trinken, zu essen oder zu rauchen. Das schließt auch das Kaugummikauen bzw. das Bonbon ein. Bestimmte Medikamente können morgens mit einem Schluck Wasser eingenommen werden. Bitte fragen Sie deswegen in der Praxis nach!

O

Das menschliche Ohr gehört nach der Akupunkturlehre zu den Mikro-Systemen. Alle Körperregionen, Organsysteme und Funktionskreise sowie Körperfunktionen sind im Bereich der Ohrmuschel repräsentiert. Die Punkte werden mit besonders feinen Nadeln oder mit Laserstrahl stimuliert. Auch das seelische Befinden kann über sie beeinflusst werden. Die Ohrakupunktur wird allein oder ergänzend zur Körperakupunktur eingesetzt. Es können auch vorübergehend Dauernadeln verwendet werden.

"Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit verantwortlich sind." So formuliert der Beründer der Orthomolekularen Medizin, der US-amerikanische Biochemiker und zweifache Nobelpreisträger Linus Pauling (1901-1994) das Wirkprinzip. Auf das Problem der unzureichenden Vitalstoffversorgung bei der Ernährung und die draus resultierenden gesundheitlichen Konsequenzen machte Pauling im Jahr 1968 in seinem Artikel im Fachmagazin Science (160/68) aufmerksam. Er konnte nachweisen, dass der menschliche Körper für ein gesundes, reibungsloses Funktionieren aller Organe über 40 Vitalstoffe benötigt. Damit sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, essentielle Aminosäuren und mehrfach ungesättigte Fettsäuren gemeint.

Es gibt viele Gründe, warum der Körper über zuwenig Vitalstoffe verfügt. Da der Körper Vitalstoffe nicht selbst herstellen kann, sondern Mikronährstoffe regelmäßig und in ausreichender Menge zugeführt werden müssen, können Mangel- oder einseitige Ernährung, Stress, Erkrankung, Überbelastung zum völligen Verlust bestimmter Vitalstoffe und damit zu schwerer Erkrankung oder im Extremfall zum Tod führen. Nehmen Sie als Beispiel den Mangel an Vitamin C, der zu Skorbut und zum Tod führt. Dies mussten die Seeleute auf den Segelschiffen des 18. Jahrhunderts erleiden, bis man große Mengen Sauerkraut, das Vit. C-reich ist, mitführte.

Bei der Orthomolekularen Medizin handelt es sich um eine sanfte Medizin: Sie hat keine Nebenwirkungen und bewirkt echte Heilung. Die Einnahme der Eubiotika, der Zusatznährstoffe, erfolgt als im Saft oder Wasser aufgelöstes Granulat, als Saft oder als Kapsel. Mit der Einnahme erhält man den Tagesbedarf aller wichtigen Eubiotika. Überversorgung findet nicht statt - überflüssige Vitalstoffe werden einfach ausgeschieden! Der Tagesbedarf richtet sich nach dem individuellen Gesundheitszustand, dem Geschlecht und dem Lebensalter. Spezielle Mischungen decken den Bedarf auch bei bestimmten Erkrankungen komplett ab, sie sind als Granulat oder Sirup oder Kapsel oder Kombination aus diesen erhältlich. Diese dienen zur Stärkung der körpereigenen Widerstandskräfte, z.B. bei häufigen Infektionen, Behandlung von Allergien, nach Antibiotika-Einnahme, nach Chemo- und Strahlentherapie, Stärkung des Immunsystems von Kindern von 4 bis 14 Jahren, Behandlung speziell für Frauen mit psychischem Stress und chronischem Erschöpfungssyndrom, Behandlung speziell für Männer mit psychischem Stress und chronischem Erschöpfungssyndrom, Herz- und gefäßbewussten Ergänzung der Ernährung, augenbewusster Ernährung bei altersbedingter Makula-Degeneration, Behandlung bei diabetischer Retinopathie, Behandlung von Frauen vor, während und nach der Schwangerschaft, Behandlung von Männern mit Prostatakrebs, Behandlung bei menopausalen Beschwerden, Behandlung für sportlich Aktive (laut Empfehlung des Olympiastützpunktes Rhein-Ruhr), Behandlung der Osteoporose, gewünschten, gleichmäßigen Vitamin-C-Versorgung, Substitution von Vitaminen und Antioxidantien für den erhöhten Nährstoffbedarf bei Schwermetallbelastungen, z.B. aus Amalgam-Füllungen, Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen, wie Arteriosklerose, Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz sowie die Behandlung von Gelenkserkrankungen (Arthrosen) und nachlassender geistiger Leistungsfähigkeit. Privatkassen erstatten u.U. die Kosten.
Fragen Sie bei Ihrer Kasse nach.

P

Wir halten für Sie mehrere Muster-Versionen einer Patientenverfügung vor. Je nach Wunsch oder Erfordernissen wählen Sie aus und vervielfältigen die entsprechende Verfügung. Alle Exemplare werden von mir eigenhändig unterschrieben, ein Exemplar verbleibt in der Praxis in Ihrer Patientenakte. Eine jährliche Erneuerungserklärung (Datum, Unterschrift) wird empfohlen.

Wenn Sie Ihre/n Angehörige/n vorübergehend oder dauerhaft in der häuslichen, gewohnten Umgebung betreuen und pflegen wollen, beraten wir Sie gerne ausführlich und gründlich über die Möglichkeiten und Voraussetzungen einer häuslichen Krankenpflege ggf. in Zusammenarbeit mit einem ambulanten Pflegedienst.

Bei der Pulsoximetrie wird der Sauerstoffgehalt des Blutes gemessen. Diese Untersuchung erfolgt durch das Pulsoximeter, welches die Kapillardurchblutung der Fingerspitze misst. Diese Untersuchung ist völlig ungefährlich und schmerzlos und findet vor allem in der Anästhesie und im Rettungsdienst Verwendung.
Auch in der Praxis Dr. Strobl wird die Pulsoximetrie beim Notfallpatienten, vor der Ergometrie und zur Messung des Sauerstoffgehaltes im Blut bei Lungenerkrankung eingesetzt.

Q

Das Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) vom 1.1.04 und das 5. Sozialgesetzbuch (SGB V) im § 135a verpflichtet jede Arztpraxis mit Kassenzulassung, ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) innerhalb von fünf Jahren einzuführen und weiterzuentwickeln. In unserer Praxis wurde seit Juli 1998 ein internes Qualitätsmanagement aufgebaut, das sich seit dem 01.01.04 an der Europäischen Qualitätsnorm DIN EN ISO 9000:2000 bzw. an der Ausführungsbestimmung 9001:2000 orientiert und als Qualitätsmanagementsystem freigegeben ist. Die Strukturen und Abläufe innerhalb der Praxis werden hierbei durchschaubar, standardisiert und schriftlich fixiert. Am Anfang und am Ende der Praxisprozesse steht der "Kunde" der Praxis: Das sind die Patienten, Kassen, ärztlichen Kollegen, Kliniken, Zulieferer usw. Mess- und kontrollierbare Standards bedeuten auch einen gleichbleibenden Qualitäts- und Wissensstand des Personals. Das QMS ist nie abgeschlossen, wird immer wieder verbessert, weiterentwickelt und aktualisiert (sog. kontinuierliche Verbesserungsprozess KVP) und garantiert dadurch einen Standard, der sich an den neuesten Entwicklungen orientiert, verlässlich ist und dokumentiert nachvollziehbar bleibt. Dies schafft für Arzt, Helferin, Patient und andere "Kunden" mehr Sicherheit und Transparenz.

Die Praxis ist seit November 2011 nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert und seit November 2014 re-zertifiziert.

R

Ergänzend zu medikamentösen Maßnahmen, Selbsthilfegruppen und Gesprächstherapie können Suchterkrankungen mit Akupunktur im Rahmen der TCM behandelt werden. Hierbei eignet sich insbesondere die Ohrakupunktur, ggf. auch die Anwendung von Dauernadeln. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist jedoch der feste Entschluss und Wille, sich das Rauchen abzugewöhnen.

Der Arzt ist verpflichtet, seine Patientinnen und Patienten z.B. auf fällige Vorsorgeuntersuchungen aufmerksam zu machen. Wir haben diesen Service für Sie erweitert: Neben der Gesundheitsuntersuchung und der Krebsvorsorgeuntersuchung werden Sie ferner auf fällige Impfungen oder auf Untersuchungen schriftlich und/oder mündlich hingewiesen. Dieses "Recall-System" ist für Sie kostenlos.

Wir führen eine umfassende Reise-Impfberatung durch, welche die staatlich geforderten Impfbescheinigungen Ihres Reiselandes genauso beinhaltet, wie Ihren derzeitigen Impfstatus. Wir führen die Reiseimpfungen durch und stellen Ihnen einen international anerkannten Impfpass darüber aus. Gelbfieber-Impfungen werden nicht durchgeführt.

Lassen Sie sich rechtzeitig (!) vor Reiseantritt, also ungefähr fünf Wochen vorher, einen Termin geben. In dieser Zeit können noch sämtliche Impfungen durchgeführt und z.B. auch ein Belastungs-EKG geschrieben werden. Für die Reisemedizinische Beratung nehmen wir uns genügend Zeit, der normale Termin dauert ungefähr 15 Minuten. Reisemedizinische Beratung, Impfung und Medikamente gehören nicht in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse.

Vertragen sich die Dauermedikamente mit den klimatischen Verhältnissen am Urlaubsort? Welche Krankheiten sind dort verbreitet und wie ansteckend sind sie? Wie kann man sich schützen? Was kann problemlos gegessen oder getrunken werden, wovon sollte man besser die Finger lassen? Was soll in die Reiseapotheke hinein? Reisemedizin bietet umfassende medizinische Betreuung vor, während und nach der Reise.

Eine eingehende Untersuchung bringt Ihre Fitness zutage - oder wollen Sie Ihre Himalaja-Bergtour mit einer unerkannten Herzerkrankung antreten? Individuell stellen wir für Sie eine Reiseapotheke zusammen, die sowohl die Medikation Ihrer Vorerkrankungen als auch die Reisemedikamente umfasst und deren Verträglichkeit untereinander garantiert. Wir beraten Sie über das Problem der Thrombose bei längeren Reisen im Auto, Bus oder Flugzeug und entwickeln für Sie eine eigene Thromboseprophylaxe bis hin zur Thrombosespritze kurz vor Ihrem Abflug. Wir beraten Sie über die Hygieneverhältnisse im Gastland und was Sie für Ihre eigen Hygiene unternehmen können, von der Dusche in der Sahara bis zur Zahnhygiene am Südpol. Wie verträgt sich Ihr Allgemeinzustand mit der Klimazone Ihres Gastlandes? Wir beraten Sie auch darüber. Wir informieren Sie über die möglichen Erreger und Wege zu Reiseerkrankungen, die auf Sie lauern und sich bereits die Serviette umbinden: Von der Amöbenruhr bis zur Zeckenenzephalitis.

Lassen Sie sich rechtzeitig (!) vor Reiseantritt, also ungefähr fünf Wochen vorher, einen Termin geben. In dieser Zeit können noch sämtliche Impfungen durchgeführt und z.B. auch ein Belastungs-EKG geschrieben werden. Für die Reisemedizinische Beratung nehmen wir uns genügend Zeit, der normale Termin dauert ungefähr 15 Minuten. Reisemedizinische Beratung, Impfung und Medikamente gehören nicht in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse. Eine reisemedizinische Beratung ist jedoch eine gute Investition in Ihre Gesundheit, damit Sie als einziges "Reisesouvenir" nur Ihre Fotos, Videos und Andenken nach Hause mitbringen.

Theoretische Einführung siehe auch unter EKG. Beim Ruhe-EKG liegt der Patient entspannt in Rückenlage auf einer Liege, die zum Boden hin geerdet ist. Bevor die Elektroden auf die Haut aufgesetzt werden, müssen bei starker Brustbehaarung die Haare teilweise abrasiert werden. Auf die Messpunkte wird ein Gel aufgetragen, sie befinden sich an allen vier Extremitäten und der Brustwand: je eine Elektrode wird an den Extremitäten befestigt, auf der Brustwand werden sechs Elektroden angebracht. Die geschieht mittels Vakuum. Dann wird der elektrische Impuls des Herzens aufgezeichnet und anschließend vom Arzt ausgewertet. Ein Ruhe-EKG ist völlig ungefährlich und dient der Beurteilung von Herzrhythmus, -größe, -lage und Herzerkrankungen.

S

Die Schädelakupunktur nach Yamamoto (YNSA) ist eine Sonderform der Akupunktur, die sich mit dem Mikro-System „Schädel“ befasst. Dabei werden ausschließlich Punkte am Kopf (z.B. Stirn und Schläfen) genadelt. Diese Variante der Akupunktur eignet sich besonders zur Behandlung vieler akuter und chronischer Erkrankungen, besonders des Bewegungsapparates, auch bei Lähmungen und neurologischen Störungen.

Schilddrüsen-Diagnostik: siehe auch bei Ultraschalluntersuchungen. Deutschland ist ein Jodmangelgebiet. Schilddrüsenunterfunktionen und –vergrößerungen (Kropf) sind die Folge und werden oft erst spät erkannt. Eine Vorsorge-Ultraschalluntersuchung und die Bestimmung des TSH-Wertes aus dem Blut können eine frühzeitige Veränderung aufzeigen und eine rasche Behandlung ermöglichen, so dass eine Operation oder gar die Entfernung der Schilddrüse vermieden werden kann.

Schmerztherapie ist die umfassende Behandlung und Betreuung chronischer Schmerzzustände aufgrund unheilbarer oder schwerer, akuter Erkrankungen. Hierbei wird außer dem 3-Stufen Schmerztherapie-Schema nach der WHO und alternativen Behandlungskonzepten (z.B. Akupunktur, Naturheilverfahren) eine begleitende psychosoziale und psychotherapeutische Ergänzung ggf. in Zusammenarbeit mit einem Schmerz-Zentrum angestrebt.

Das Ansaugen der Haut, einst mit dem Mund oder einem Kuhhorn, ist wahrscheinlich älter als der Aderlass oder die Blutegel-Therapie und führt als Methode zur Behandlung verschiedener Gesundheitsprobleme in die prähistorische Zeit des Menschen zurück. Im klassischen Griechenland war das Schröpfen so geschätzt, dass die Schröpfglocke zum Emblem des Arztes wurde. Unter Schröpfen versteht man eine örtliche Blutableitung, indem durch eine luftleer gemachte Glocke aus Glas oder Gummi, dem sogenannten Schröpfkopf, das Blut in die Haut gesogen wird. Hier unterscheidet man das "Blutige Verfahren" vom "Unblutigen oder Trockenen Schröpfen".

Die Schröpfzonen fallen beim Abtasten, besonders am Rücken, als Erhebungen, Härten oder sulzige Eindellungen auf, sind als eine Art "Hilferuf" gestörter Organe zu verstehen und entstehen, wenn beispielsweise ein Gelenk blockiert ist, sich ein krankhafter Herd gebildet hat oder die Seele, die Psyche belastet ist ("Psychosomatische Beschwerden"). Die Aufsetzstellen der Schröpfköpfe liegen auf den Meridianen oder den "Headschen Zonen". Diese sind über vegetative Nervenbahnen mit genau zugeordneten inneren Organen verbunden (Reflexzonen) und regen dort den Stoffwechsel an.

Unblutiges oder Trockenes Schröpfen
Die Schröpfköpfe sind verschieden große Glasglocken. Sie werden erwärmt und mit der Öffnung auf die Haut aufgesetzt. Beim Abkühlen der Schröpfköpfe entsteht ein Vakuum und ein Unterdruck, der die Hautpartie unterhalb der Glasglocke in den Schröpfkopf wölbt. Die Haut wird dort stark durchblutet und verfärbt sich bläulich-rot. Diesen Vorgang nennt man das "Unblutige oder Trockene Schröpfen". Dieses fördert die Durchblutung an Hautbezirken, die fühlbar kalt, blass oder sehr druckempfindlich sind. Diese Schröpfmethode wirkt krampflösend und stärkt die inneren Hohlorgane. Sie kann als klassisches "Trockenes Schröpfen" mittels stehender Gläser, als Saugglocken-Massage, als "Petechiale Saug-massage" oder als "Chinesische Münzmassage" durchgeführt werden. Bei der Saugglocken-Massage wird die angesaugte Hautwölbung über die gesamte Behandlungsfläche gezogen, bei der Chinesischen Münzmassage wird mit dem Rand eines Schröpfkopfes - anstelle des harten Randes einer Münze - über die zu behandelnde Reflexzone gestrichen.

Blutiges Schröpfen
Vor dem Aufsetzen des Schröpfkopfes wird die Haut angeritzt mittels einer "Hämo-Lanzette" oder einem "Stichel", z.B. einem "Schnäpper", der aus vielen kleinen Messerchen besteht und die Haut drei bis vier Millimeter einritzt. Die angelegte Glasglocke füllt sich dann durch den Unterdruck mit Blut und wird etwa fünf bis zehn Minuten später vorsichtig abgenommen. Das "Blutige Schröpfen" wirkt entstauend, auflösend und harmonisierend in den "heißen" Arealen mit lokaler Blutfülle. Ähnlich wie bei der Akupunktur wird eine Energiebalance angestrebt. Bei akuten Hautentzündungen und allerg. Hauterkrankungen kann das Schröpfen nicht angewendet werden.

Indikationen für das Schröpfen sind Schmerzen im Nacken, Rücken, Hüftgelenk, Wirbelsäule, rheumatische Erkrankungen, Osteoporose, schmerzhaft verspannte Muskulatur, Narbennachbehandlung, Steigerung der Hautdurchblutung, chron. Halsentzündung, Asthma, Bronchialinfekte, funktionelle Herzbeschwerden, niedriger Blutdruck, ständige Müdigkeit, chronischer Schwächezustand, funktionelle Magen-Darm-Beschwerden oder Erkrankungen der Harn- und Geschlechtsorgane.

Siehe unter Lungenfunktion

Siehe unter Gutachten

T

Die Eignungsuntersuchung auf Tauchtauglichkeit wird in unserer Praxis nach den Richtlinien der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e.V. (GTÜM) durchgeführt und beinhaltet die Anamnese bezüglich Lungen, Herz- und HNO-Erkrankungen, eine körperliche Untersuchung, ein Belastungs-EKG und eine Spirometrie sowie ggf. Laborwerte.

Wir führen unsere Praxis als Terminpraxis, das heißt, dass Sie grundsätzlich einen Termin für die Sprechstunde beim Arzt benötigen. Um diese Termine freizuhalten, bieten wir eine Telefon-Sprechstunde an. Dies bedeutet, dass Sie nicht unbedingt persönlich die Praxis aufsuchen müssen, um z.B. die Ergebnisse Ihrer Laboruntersuchung, Ihres Belastungs-EKGs, Ihrer Langzeit-Blutdruckmessung oder Ihres neuesten Facharztbefundes zu erfragen. Der Rückruf durch die Ärztin oder den Arzt erfolgt individuell, je nach Situation innerhalb der Praxis eventuell sofort, noch innerhalb einer Stunde oder nach der offiziellen Sprechstunde unter der Nummer, welche Sie unserer Tagesmanagerin am Empfang durchgegeben haben und natürlich zu dem Zeitpunkt, an dem Sie dann auch erreichbar sind.

Siehe hierzu auch unsere Links "Terminvergabe" und "Notfälle".
Wir führen unsere Praxis als Terminpraxis, das heißt, dass Sie grundsätzlich einen Termin für die ärztliche Sprechstunde benötigen. Für kurzfristig auftretende, akute Erkrankungen halten wir daher werktäglich auch mehrere Akut-Termine (s.d.) vormittags und nachmittags für Sie frei. Selbstverständlich benötigen Sie bei lebensbedrohlicher und/oder lebensgefährlicher Erkrankung oder Verletzung keinen Termin und werden sofort behandelt und/oder versorgt. Ebenfalls keinen Termin benötigen Sie für Impfungen und Aufbauspritzen. Termine können Sie werktäglich ab 7.45 Uhr unter 089-3150034 vereinbaren. Die jeweiligen Zeitfenster für die Untersuchungen finden Sie jeweils dort in dieser Rubrik.

In China entscheidet sich der Medizinstudent, ob er ein Studium der westlichen, modernen Medizin absolviert oder sich in der Jahrtausende alten, traditionellen chinesischen Medizin ausbilden lässt. Unsere westliche Medizin versteht den Menschen als Uhrwerk, das man durch Zerlegen in seine kleinsten Teile verstehen kann. Krankheit ist demnach eine Fehlfunktion von biologischen Mechanismen. Und der Arzt greift physikalisch oder chemisch ein, um die Fehlfunktion zu korrigieren, wobei verschiedene Teile von verschiedenen Spezialisten behandelt werden. So verliert die moderne Medizin aus den Augen, dass der Patient als Wesen in eine natürliche und soziale Umwelt eingebettet ist. Ärzte der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) verstehen den Menschen als energetisches Gefüge. Das "energetische Potenzial", das Qi [sprich: Tschie], durchdringt den Körper wie Flüsse eine Landschaft durchströmen. Nach der uralten Erfahrung der Ärzte fließt dieses Qi in aufeinander folgenden Zyklen auf definierten Bahnen, den Meridianen.

Vor über 2000 Jahren wurde schon beschrieben, dass das Qi von außen beinflusst werden kann: durch Akupunktur. Durch Metallnadeln an bestimmten Akupunkturpunkten ("Hautöffnungen" zum Qi-Fluss) wird das Qi erreicht und modelliert, werden Blockaden gelöst, der Qi-Fluss gekräftigt oder krankes Qi aus dem Körper geleitet. Neben der Akupunktur gibt es auch das Abbrennen von Beifuß (Folium Artemisiae Argyi) an Meridianpunkten, die Moxa-Therapie. Statt der Nadeln wird hier Wärme zur Qi-Stimulierung verwendet. Die Anwendung der Arzneimittel ist in der TCM seit ältester Zeit das mit Abstand wichtigste, vielfältigste und am feinsten streubare Heilverfahren. Pflanzliche, tierische und mineralische Stoffe wer-den individuell rezeptiert und als Abkochung, Tee oder Lösungen von Rohdrogengranulaten getrunken. Neben der Akupunktur und den Arzneimitteln ist die dritte Säule der TCM das Qigong, was Qi-Übungen oder Umgang mit Qi bedeutet. Spezielle Übungen harmonisieren das Qi im Körper, halten es im gleichmäßigen Fluss, wirken so Erkrankung entgegen oder leiten das Qi an bestimmte Stellen, um die Erkrankung zu bekämpfen.

Die Akupunkturpunkte können auch lediglich massiert werden. Diese Heilmethode Tuina ist in China seit mindestens 2000 Jahren bezeugt und kommt als Haupt- oder Ergänzungsbehandlung in Betracht. "Ein guter Arzt muss kochen können!" In der TCM war man sich von frühester Zeit an deutlich bewusst, welche Auswirkung Nahrung auf den Körper hat und wie wichtig eine ausgewogene Ernährung für das allgemeine Wohlbefinden ist: Nahrungsmittel sind milde Therapeutika mit eigener Qi-Kraft. So verwendet man in der chinesischen Diätetik die Lebensmittel nach ihrem innewohnenden Temperaturverhalten (kalt-heiss), dem Geschmack (salzig-scharf), der Wirktendenz (emporhebend, absenkend) und ihrem Funktionskreisbezug.

Die Chinesen betrachten den Körper als Mikrokosmos, in dem sich die großen kosmischen Zusammenhänge wiederspiegeln. Überall herrscht das Prinzip der Polarität (Tag - Nacht, Mann - Frau, Yin - Yang). Yang ist das Aktive und Dynamisierende, Yin das Stetige und Somatisierende. Für die TCM-Diagnostik ist die Zungen- und Pulsdiagnose am wichtigsten. Es werden aber auch eine Vielzahl weiterer Merkmale am Körper, an der Gesamterscheinung und Bewegungsart registriert, wie z.B. die Beurteilung von Temperatur und Geruch oder die Ertastung der Pulse. Für eine TCM-Anamnese und Untersuchung muss man 60 Minuten Zeitaufwand rechnen.

Das Öffnen von Körpern, ob tot oder lebendig, galt im alten China als grobe Beleidigung der Vorfahren des Betroffenen. So blieben das Sezieren von Leichen oder chirurgische Eingriffe bis ins 20. Jahrhundert tabu. Der Arzt konnte Erkrankungen nur in Funktionskreisen erkennen, eine Ansammlung von Funktionsäußerungen, klinischen Symptomen und äußeren Beobachtungsdaten. Das benötigte und benötigt auch heute Zeit.

U

Die Sonographie eignet sich hervorragend zur Beurteilung der inneren Organe. Sie ist strahlungsfrei, völlig schmerzlos, unschädlich und jederzeit durchführbar. Für die Untersuchung von Leber, Gallenblase oder Bauchspeicheldrüse sollte der Patient jedoch nüchtern sein. Für die Untersuchung der Harnblase sowie der Prostata sollte die Harnblase gefüllt sein. Die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse dient der Erkennung von Schilddrüsenvergrößerungen, -knoten, -zysten und zur Verlaufskontrolle bei der Behandlung von Schilddrüsenüber- oder –unterfunktionen sowie nach Operationen. Die Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern einschließlich Messung der Intima-Media-Dicke dient zur Risikobeurteilung einer Gefäßerkrankung.
Aus o.g. Gründen bieten wir eigene frühe Termine für Nüchtern-Ultraschall-untersuchungen an, um die für den Patienten unangenehme Nüchternphase so kurz wie möglich zu halten. Für die Untersuchung der Schilddrüse, Harnblase und Halsschlagadern muss der Patient nicht nüchtern sein.
Die Praxis wurde im Rahmen des "Qualitätssicherungsprogramms zur Sonographie der KVB am 26.01.2008 rezertifiziert.

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Die Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) bestimmt, dass die Fahrerlaubnis-Behörde bei Bedenken gegen die körperliche oder geistige Eignung des Führerscheinbewerbers oder –besitzers zur Vorbereitung einer Entscheidung über die Erteilung oder Verlängerung der Fahrerlaubnis oder über die Anordnung von Beschränkungen und Auflagen die Beibringung eines Gutachtens anordnen kann. Hierfür muss eine fachärztliche verkehrsmedizinische Qualifikation des Gutachters vorliegen. Frau Dr. Strobl besitzt in diesem Zusammenhang die Qualifikation zur Begutachtung von internistischen Erkrankungen.

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Siehe unter Laboruntersuchungen